Design und 3D-Druck von Bernstein. Das Virus.
Eine einzigartige
Deckenleuchte.

Das Ziel.

Das Projekt zielte darauf ab, den Eingangsbereich der Bernstein Villa mit 3D-gedruckten Elementen aufzuwerten. Dabei sollte aus dem Zusammenspiel des sogenannten parametrischen Designs und der additiven Fertigung etwas Einzigartiges entstehen. Das Resultat war ein innovatives Deckenleuchtenkonzept, das sich durch die Anpassung diverser Parameter auch auf andere Gegenstände und Bereiche des Hauses „ausbreiten“ kann.

Die Umsetzung.

Um die Möglichkeiten des parametrischen Designs darzustellen bedienten sich die Designer eines natürlichen Vorgangs. So imitierten sie die Verhaltensweise eines Virus, das eine gesunde Zelle befällt und sich über seinen „Wirt“ immer weiter ausbreitet. In der Bernstein Villa befällt das Virus eine geschwächte Zelle (dargestellt durch den Deckenauslass) innerhalb einer gesunden Geometrie (dargestellt durch das Raster). Das Virus breitet sich in der Folge immer weiter aus und beginnt die Geometrie mit unregelmäßigen, weißen Dreiecken zu bevölkern und immer stärker zu vereinnahmen (verzerren).

 

Parametrisches Design und 3D-Druck.

Beim parametrischen Entwerfen können aus einem digitalen Grundmodell unendlich viele Teile generiert werden, indem bestimmte miteinander verknüpfte Parameter innerhalb eines klaren Regelwerks angepasst werden. Das Besondere ist, dass dadurch Unikate entstehen, die durch den Einsatz additiver Fertigung sowohl einzeln als auch seriell ökonomisch sinnvoll hergestellt werden können.

Das Foto zeigt das strenge Regelwerk. Die Abhängigkeiten bzw. Verbindungen zwischen den Elementen sind in einer Baumstruktur organisiert.

Parametrisches Design und 3D-Druck.

Beim parametrischen Entwerfen können aus einem digitalen Grundmodell unendlich viele Teile generiert werden, indem bestimmte miteinander verknüpfte Parameter innerhalb eines klaren Regelwerks angepasst werden. Das Besondere ist, dass dadurch Unikate entstehen, die durch den Einsatz additiver Fertigung sowohl einzeln als auch seriell ökonomisch sinnvoll hergestellt werden können.

Das Foto zeigt das strenge Regelwerk. Die Abhängigkeiten bzw. Verbindungen zwischen den Elementen sind in einer Baumstruktur organisiert.

Die 4 Phasen des viralen Befalls.

01 Die „Infizierung“ ist der erste Entwicklungsschritt dieser Transformation. Hierbei befällt das Virus den ersten Punkt in der gesunden Geometrie, die geschwächte Zelle.

02 Der nächste Schritt ist die „Verformung“. Das Virus beginnt die bestehenden Linien zu verzerren und die Umgebung zu beeinflussen.

03 In der Phase der „Bevölkerung“ wächst der Virus bereits stark und besetzt (dargestellt durch die weißen Dreiecke) die verzogene Geometrie.

04  Die „Übernahme“ bildet den letzten Schritt. Hier wird die Geometrie ganz vom Virus übernommen.

Der Prozess des parametrischen Designs führt zu dem finalen, 3D-gedruckten Produkt – einer Deckenleuchte, die dem Entwicklungsstadium des Virus in Phase 04 entspricht. Es kommt das Material Polyamid12 (PA12) zum Einsatz. Die gesinterten Teile werden zusätzlich noch mit einem UV-Blocker infiltriert, um Verfärbungen zu vermeiden.

Die Deckenbeleuchtung ist dabei aber nur der Anfang des Projekts, denn das Virus kann sich ebenso auf Schreibtischen, Regalen, Türen und anderen alltäglichen Gegenständen vermehren. Mit den richtigen Parametern kann jedes Objekt „infiziert“ werden.